Schritt für SchrittGartenwissen
Stecklinge von Kriechendem Rosmarin
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Vermehrung von Kriechendem Rosmarin durch halbverholzte Stecklinge.
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- 12 Schritte
Kriechender Rosmarin, Rosmarinus officinalis 'Prostratus', lässt sich leicht aus halbreifen Stecklingen vermehren. Mit ein paar einfachen Hilfsmitteln machen Sie aus einer gesunden Pflanze mehrere.
Sie benötigen ein scharfes Messer, Anzuchterde, einen Terrakottatopf und etwas flüssiges Bewurzelungshormon. Die zwölf Schritte unten führen Sie von der Mutterpflanze bis zu Jungpflanzen, die bereit für das Gartenbeet sind.

1. Halbreife Stecklinge schneiden
Beginnen Sie damit, halbreife Stecklinge von Ihrem Kriechenden Rosmarin zu schneiden. Wählen Sie gesunde Triebe an der Mutterpflanze und schneiden Sie mehrere ab, damit Sie ein paar Reserve haben, falls einige nicht anwachsen.
Halten Sie die Stecklinge beisammen und führen Sie die nächsten Schritte zügig aus, damit sie nicht austrocknen.
2. Einen Topf mit Anzuchterde füllen
Füllen Sie einen Terrakottatopf mit Anzuchterde, bis der Topf voll ist. Ein Tontopf ist hier eine gute Wahl, und ein Topf reicht völlig aus, um alle Stecklinge aufzunehmen, während sie Wurzeln bilden.
Drücken Sie die Anzuchterde leicht an, damit sie bereit für die Stecklinge ist.


3. Das untere Ende jedes Stecklings kürzen
Schneiden Sie mit einem scharfen Messer 2 cm vom unteren Ende jedes Stecklings ab. Ein sauberer Schnitt schont den Trieb mehr als ein ausgefranster, achten Sie also darauf, dass die Klinge scharf ist.
Machen Sie das bei jedem Steckling, bevor Sie weitermachen.
4. Die seitlichen Blätter entfernen
Entfernen Sie die seitlichen Blätter im unteren Bereich jedes Stecklings und lassen Sie den oberen Teil unversehrt. Der blanke Trieb kommt in die Anzuchterde, während die belaubte Spitze über der Oberfläche bleibt.
Arbeiten Sie vorsichtig, damit Sie den Trieb nicht einreißen, wenn Sie die Blätter abziehen.

5. Den vorbereiteten Steckling prüfen
Jeder Steckling sollte nun keine seitlichen Blätter mehr haben und ein sauber gekürztes unteres Ende, oben mit einem Blätterschopf. Jetzt ist er bereit zum Einpflanzen.
Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, alle Stecklinge durchzusehen, und legen Sie beschädigte beiseite.

6. In Bewurzelungshormon tauchen
Tauchen Sie das untere Ende jedes Stecklings von Kriechendem Rosmarin in flüssiges Bewurzelungshormon. Das unterstützt den Steckling beim Anwachsen.
Beachten Sie die Hinweise auf der Flasche und pflanzen Sie jeden Steckling direkt danach ein.


7. Die Stecklinge einpflanzen
Pflanzen Sie die Stecklinge in Ihren Terrakottatopf mit Anzuchterde und achten Sie darauf, dass sie gleichmäßig verteilt stehen. Ein gleichmäßiger Abstand gibt jedem Steckling Platz und verhindert, dass sich die belaubten Spitzen gegenseitig bedrängen.
Drücken Sie die Anzuchterde rund um jeden Trieb sanft an.
8. Angießen
Gießen Sie die Stecklinge nach dem Einpflanzen gut an. So legt sich die Anzuchterde um die Triebe und die Stecklinge haben einen guten Start.
Behalten Sie den Topf in den folgenden Tagen im Auge, damit die Anzuchterde nie ganz austrocknet.


9. Einzeln umtopfen
Sobald die Stecklinge angewachsen sind und wachsen, topfen Sie sie in einzelne Terrakottatöpfe um. Wenn jede Pflanze einen eigenen Topf hat, kann sie sich mit ausreichend Platz entwickeln.
Gehen Sie vorsichtig mit den Jungpflanzen um und füllen Sie rund um jede Pflanze frische Anzuchterde auf.
10. Einige Seitentriebe entfernen
Entfernen Sie einige der Seitentriebe an Ihren Jungpflanzen. Das regt jede Pflanze dazu an, buschig zu wachsen, statt nur in eine Richtung zu wachsen.
Sie müssen nur einige entfernen. Gehen Sie also gezielt vor und lassen Sie reichlich gesunden Austrieb stehen.


11. Die Pflanzen anwachsen lassen
Lassen Sie Ihren Kriechenden Rosmarin weiterwachsen, bis er gut etabliert ist. Die Pflanzen sollten kräftig und belaubt aussehen, ein gutes Zeichen dafür, dass die Stecklinge angewachsen sind.
Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, sie durchzusehen und die kräftigsten zum Auspflanzen auszuwählen.
12. Ins Beet pflanzen
Pflanzen Sie Ihren Kriechenden Rosmarin schließlich in ein Gartenbeet. Ihre gut etablierten Jungpflanzen können nun dort wachsen, wo Sie sie haben möchten.
Aus ein paar Schnitten an einer Pflanze haben Sie jetzt neue Rosmarinus officinalis 'Prostratus' für den Garten.

Fotos © GAP Photos